Standesamt Hamburg: Termine, Kosten, Anmeldung & Trauorte (2026/27)
Rechtsgültig wird eine Ehe in Deutschland nur vor dem Standesamt – eine kirchliche oder freie Trauung kann folgen, ersetzt die standesamtliche Eheschließung aber nicht. In Hamburg gibt es dafür nicht ein zentrales Standesamt, sondern sieben Standesämter, eines pro Bezirk. Jedes hat eigene Trauzimmer, eigene Trautage und teils eigene Außentrauorte – vom Phönixsaal im Rathaus über das Museumsdorf Volksdorf bis zum Bergedorfer Schloss. Hier finden Sie alles Wichtige zu Zuständigkeit, Anmeldung, Unterlagen, Gebühren, Trauorten und Terminen beim Standesamt Hamburg.
Stand der Angaben: September 2026, nach den offiziellen Informationen auf hamburg.de. Gebühren und Abläufe können sich ändern – prüfen Sie die Details vor Ihrer Anmeldung kurz bei Ihrem Standesamt.
Zuständigkeit: Die sieben Standesämter in Hamburg
Bei der Hochzeit in Hamburg sind zwei Schritte zu unterscheiden: die Anmeldung zur Eheschließung (früher „Aufgebot“) und die Trauung selbst. Beides muss nicht im selben Standesamt stattfinden.
- Anmeldung: Zuständig ist das Standesamt des Bezirks, in dem einer von Ihnen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet ist. Im Online-Terminportal der Stadt geben Sie einfach Straße und Hausnummer ein und werden automatisch zu Ihrem Standesamt weitergeleitet.
- Trauung: Nach erfolgreicher Anmeldung können Sie innerhalb von sechs Monaten in jedem deutschen Standesamt heiraten – also auch in einem anderen Hamburger Bezirk als Ihrem eigenen.
Die sieben Hamburger Standesämter im Überblick:
- Standesamt Hamburg-Mitte – Caffamacherreihe 1–3, 20355 Hamburg. Trauungen im 9. Stock mit Blick über die Stadt; außerdem zuständig für Trauungen im Hamburger Rathaus.
- Standesamt Altona – Platz der Republik 1, 22765 Hamburg, im Rathaus Altona.
- Standesamt Eimsbüttel – Grindelberg 66, 20144 Hamburg, im Bezirksamt an den Grindelhochhäusern.
- Standesamt Hamburg-Nord – Kümmellstraße 5–7, 20249 Hamburg.
- Standesamt Wandsbek – Schloßstraße 60, 22041 Hamburg.
- Standesamt Bergedorf – Gräpelweg 8 (Haus im Park), 21029 Hamburg.
- Standesamt Harburg – Harburger Rathausforum 3, 21073 Hamburg; die Trauzimmer liegen im Harburger Rathaus.
Wohnen Sie nicht in Hamburg, möchten aber in Hamburg heiraten? Dann melden Sie die Eheschließung beim Standesamt Ihres Wohnorts an und lassen sich dort eine Bescheinigung über die Anmeldung ausstellen. Wohnt keiner von Ihnen in Deutschland, melden Sie die Ehe direkt bei dem Standesamt an, bei dem Sie heiraten möchten.
Anmeldung zur Eheschließung: So läuft es ab
Die Anmeldung ist der eigentliche Behördenschritt: Das Standesamt prüft, ob Sie heiraten dürfen, und nimmt Ihre Daten auf. In Hamburg läuft das in der Regel in diesen Schritten ab:
- 1. Termin online buchen: Termine zur Anmeldung und Trautermine vergeben die Hamburger Standesämter über das Online-Portal standesamtstermine.hamburg.de. Einige Standesämter vereinbaren Termine zusätzlich telefonisch oder per E-Mail.
- 2. Unterlagen vorab einreichen: Viele Hamburger Standesämter arbeiten überwiegend kontaktlos oder ausschließlich mit Termin. Häufig senden Sie Formular und Unterlagen zuerst per Post oder werfen sie in den Briefkasten des Bezirksamts; nach der Prüfung werden Sie zum persönlichen Termin eingeladen.
- 3. Persönlicher Termin: Zur abschließenden Anmeldung ist grundsätzlich eine persönliche Vorsprache nötig. Idealerweise kommen Sie gemeinsam. Kann einer von Ihnen nicht, bringt der andere laut Hamburger Merkblatt eine ausgefüllte und unterschriebene Vollmacht sowie den Ausweis der vertretenen Person mit.
- 4. Gültigkeit: Die Anmeldung gilt auf den Tag genau sechs Monate. Deshalb ist sie frühestens sechs Monate vor Ihrem Wunschtermin sinnvoll – innerhalb dieser Frist muss die Trauung stattfinden.
Mit Auslandsbezug – etwa bei ausländischer Staatsangehörigkeit, Geburt, Eheschließung oder Scheidung im Ausland – ist laut Merkblatt immer eine Beratung durch das zuständige Standesamt nötig. Dafür gibt es ein Formular „Selbstauskunft für standesamtliche Beratung“, das Sie ausgefüllt per E-Mail einreichen. So erfahren Sie, welche Dokumente in Ihrem Fall gebraucht werden, bevor Sie Zeit mit der falschen Urkunde verlieren.
Welche Unterlagen Sie brauchen
Standardfall: beide deutsch und ledig
Das Hamburger Merkblatt nennt für ledige deutsche Staatsangehörige folgende Unterlagen – von beiden Verlobten und im Original:
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass
- Aufenthalts- und Ledigkeitsbescheinigung (erweiterte Meldebescheinigung mit Familienstand, Staatsangehörigkeit und Meldeadresse), am Tag der Anmeldung nicht älter als sechs Monate. Praktisch: Wohnen Sie in Hamburg und besteht keine Auskunftssperre, stellt das Standesamt diese Bescheinigung im Rahmen der Anmeldung ohne separaten Antrag aus.
- Geburtsurkunde bzw. beglaubigter Auszug aus dem Geburtenregister vom Standesamt Ihres Geburtsorts, am Tag der Anmeldung nicht älter als sechs Monate.
Zusätzliche Unterlagen in besonderen Fällen
- Geschieden: Nachweis der Vorehe (z. B. beglaubigter Auszug aus dem Eheregister oder Eheurkunde) und das Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk – alternativ eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk bzw. ein aktueller Auszug aus dem Eheregister. Gegebenenfalls eine Bescheinigung über eine Namensänderung.
- Verwitwet: Nachweis der Vorehe und die Sterbeurkunde des früheren Ehepartners – oder eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk.
- Gemeinsame Kinder: Geburtsurkunden der Kinder, Nachweis der Vaterschaftsfeststellung und gegebenenfalls die Sorgeerklärungen.
- Ausländische Staatsangehörigkeit: unter anderem Nachweise zu Identität, Staatsangehörigkeit, Wohnsitz und Familienstand, ein Ehefähigkeitszeugnis des Heimatstaats sowie Übersetzungen ins Deutsche. Welche Form (Apostille, Legalisation) nötig ist, sagt Ihnen das Standesamt in der Beratung.
Wichtig: Das Merkblatt betont, dass es nur allgemeine Hinweise gibt und im Einzelfall weitere Unterlagen verlangt werden können. Planen Sie für Urkunden aus anderen Städten oder aus dem Ausland genug Zeit ein.
Kosten & Gebühren beim Standesamt Hamburg
Die Gebühren richten sich nach der Hamburger Gebührenordnung für Amtshandlungen nach dem Personenstandsgesetz. Diese Beträge nennt die Stadt auf ihren offiziellen Seiten:
- Anmeldung zur Eheschließung: mindestens 74,50 €. Hinzu kommen je nach Fall Kosten für Urkunden, Namenserklärungen, Trauungen außerhalb des Standesamts oder bei einem anderen Standesamt. Bei Auslandsbezug, etwa wenn ausländisches Recht geprüft werden muss, fällt die Gebühr höher aus – den genauen Betrag nennt Ihnen das Standesamt.
- Trauung im eigenen Standesamt: gebührenfrei, wenn Sie dort heiraten, wo Sie die Ehe auch angemeldet haben.
- Trauung in einem anderen Standesamt, an einem anderen Ort oder am Samstag: Hier fallen zusätzliche Gebühren an, die die Standesämter individuell mitteilen.
- Außer-Haus-Trauung in Hamburg-Nord: 300 € zusätzlich für den Service des Standesamts.
- Außentrauorte in Wandsbek (Museumsdorf Volksdorf, Ohlendorff’sche Villa, Berner Schloss): 430 €.
- Hamburger Rathaus (Phönixsaal): 300 € Service-Zuschlag des Standesamts plus 200 € für die Nutzung der Räume im Rathaus – zusätzlich zu den regulären Gebühren.
- Eheurkunde: 19,50 € für die erste Urkunde, 8,50 € für jede weitere gleichartige Urkunde, die Sie im selben Vorgang bestellen. Urkunden für Renten- und andere soziale Zwecke sind gebührenfrei.
- Befreiung vom Ehefähigkeitszeugnis (falls nötig): Rahmengebühr von 15 € bis 305 € nach Bundesrecht; die Höhe richtet sich unter anderem nach Aufwand und Einkommen.
Beispielrechnung: Zwei deutsche Verlobte ohne Auslandsbezug melden sich in ihrem Bezirk an, heiraten dort an einem regulären Trautag und bestellen drei Eheurkunden. Das ergibt mindestens 74,50 € + 19,50 € + 2 × 8,50 € = 111 €. Für eine Namenserklärung oder einen besonderen Trauort kommt entsprechend mehr hinzu. Am Standesamt zahlen Sie in der Regel bargeldlos.
Die Gebühren des Standesamts sind damit nur ein kleiner Posten im Hochzeitsbudget. Womit Sie für Location, Essen, Fotografie und Co. in der Hansestadt rechnen sollten, lesen Sie in unserem Überblick Was kostet eine Hochzeit in Hamburg?.
Trauorte & Außenstellen in Hamburg
Jedes Standesamt traut in seinen eigenen Trauzimmern. Bilder und Details zu allen Räumen finden Sie im Traukalender auf standesamtstermine.hamburg.de. Außerhalb der Standesämter bieten laut den offiziellen Seiten diese Bezirke besondere Trauorte an:
Klassische Trauzimmer
- Hamburg-Mitte: drei Trauzimmer („Rose“, „Hanseat“, „Kleine Rose“) im 9. Stock des Bezirksamts. Platz für das Paar plus maximal 17 Gäste – jede Person zählt, auch Fotografin oder Fotograf. Den Raum können Sie sich nicht aussuchen. Per Fahrstuhl erreichbar, wegen drei Stufen aber nicht barrierefrei.
- Eimsbüttel: Trauzimmer im Erdgeschoss an der Rückseite des Bezirksamts, barrierefrei, mit direktem Zugang zu Grünanlage und Terrasse – praktisch fürs Gratulieren und für Fotos. Platz für insgesamt 15 Personen, also bis zu 12 Gäste.
- Hamburg-Nord: Trauzimmer 1 im Erdgeschoss (barrierefrei, bis zu 12 Gäste) und Trauzimmer 2 im ersten Stock (nur über Treppen, bis zu 9 Gäste).
- Wandsbek: ein barrierefreier Trauraum im Standesamt, ganzjährig, für 15 Personen einschließlich Standesbeamtin oder Standesbeamter.
- Bergedorf: Trauzimmer für bis zu 40 Personen, barrierefrei erreichbar.
- Altona und Harburg: Getraut wird in den historischen Rathäusern – im Rathaus Altona bzw. im Harburger Rathaus.
Trauungen in besonderem Ambiente
- Hamburger Rathaus, Phönixsaal (Standesamt Hamburg-Mitte): An einem Freitag pro Monat traut ein Standesbeamter bis zu vier Paare im Phönixsaal. Die Termine sind sehr begehrt und schnell vergeben – fragen Sie frühzeitig beim Standesamt Hamburg-Mitte nach.
- Museumsdorf Volksdorf (Standesamt Wandsbek): Trauung im Wagnerhof, einem reetgedeckten Fachwerkhaus, für bis zu 40 Personen einschließlich Standesbeamtin oder Standesbeamter.
- Ohlendorff’sche Villa (Wandsbek): in Volksdorf, für kleinere Gesellschaften bis 20 Personen einschließlich Standesbeamtin oder Standesbeamter.
- Berner Schloss (Wandsbek): im holzvertäfelten Rittersaal, für 30 Personen. Alle drei Wandsbeker Außentrauorte gibt es von Mitte April bis Mitte Oktober an ausgewählten Freitagen.
- Bergedorfer Schloss und Spiegelsaal im Bergedorfer Rathaus (Standesamt Bergedorf): mindestens an einem Freitag im Monat. Die Schloss-Termine für 2026 sind ausgebucht; die Termine für 2027 veröffentlicht das Standesamt am 1. Oktober 2026.
- Externe Locations in Hamburg-Nord: freitags innerhalb des Bezirks, mit begrenzten Kapazitäten. Das Stavenhagenhaus in Groß Borstel steht wegen umfangreicher Umbauarbeiten bis auf Weiteres nicht als Trauort zur Verfügung.
- Externe Locations in Harburg: an ausgewählten Samstagen innerhalb des Bezirks – nicht in Privatwohnungen oder Privathäusern.
- Alsterschiff: Laut Hamburg Tourismus bieten die Standesämter rund um die Alster (Hamburg-Mitte, Eimsbüttel, Hamburg-Nord) Trauungen auf einem Alsterschiff an, in Fahrt oder festliegend, mit Start am Jungfernstieg. Das Schiff chartern Sie selbst. Ob und zu welchen Bedingungen das aktuell möglich ist, klären Sie direkt mit dem Standesamt.
Für Hochzeitslocations, die Sie auf Webseiten von Veranstaltern als „Trauort“ beworben sehen, gilt: Maßgeblich ist, ob das zuständige Standesamt dort traut. Manche Orte – etwa Schiffe im Hafen – sind nur für freie Trauungen gedacht. Fragen Sie im Zweifel beim Bezirk nach, bevor Sie eine Location fest buchen.
Termine & Vorlauf: Wann Sie was buchen sollten
Feste Wartezeiten veröffentlicht die Stadt nicht – die Lage hängt stark von Bezirk, Wochentag und Jahreszeit ab. Diese Punkte helfen bei der Planung:
- Trautermin zuerst reservieren: Im Traukalender können Sie einen Wunschtermin online reservieren und hamburgweit nach freien Terminen suchen. Die Reservierung ist zunächst unverbindlich – verbindlich wird sie erst nach erfolgreicher Anmeldung.
- Wie weit im Voraus? Das Standesamt Hamburg-Nord etwa vergibt Trautermine auf den Tag genau ein Jahr im Voraus. Die Anmeldung selbst folgt dann innerhalb der letzten sechs Monate vor dem Termin.
- Trautage: In Hamburg wird überwiegend freitags getraut – so geben es etwa Altona, Harburg, Hamburg-Nord und Wandsbek an. Eimsbüttel traut dienstags, donnerstags und freitags. Samstagstrauungen sind die Ausnahme und kosten extra; fragen Sie direkt bei Ihrem Wunschstandesamt nach.
- Besondere Orte: Rathaus, Bergedorfer Schloss und die Wandsbeker Außentrauorte haben nur wenige Termine im Jahr. Wer dort heiraten möchte, sollte die Veröffentlichung der neuen Termine im Blick behalten.
- Mit Auslandsbezug: Rechnen Sie zusätzliche Zeit für Beratung, Urkunden aus dem Ausland, Übersetzungen und gegebenenfalls das Befreiungsverfahren ein – hier sind mehrere Monate Puffer sinnvoll.
Eheschließung mit Auslandsbezug
Heiratet eine Person ohne deutsche Staatsangehörigkeit oder wurde eine Urkunde im Ausland ausgestellt, wird es aufwendiger. Die wichtigsten Punkte:
- Beratung zuerst: Das Standesamt Ihres Wohnbezirks berät Sie, welche Unterlagen in welcher Form (Apostille, Legalisation, Übersetzung) nötig sind. Nutzen Sie dafür die Selbstauskunft.
- Ehefähigkeitszeugnis: Ausländische Verlobte müssen grundsätzlich ein Ehefähigkeitszeugnis ihres Heimatstaats vorlegen. Nicht alle Staaten stellen eines aus.
- Befreiung durch das Hanseatische Oberlandesgericht: Ist kein Ehefähigkeitszeugnis zu bekommen, kann das Hanseatische Oberlandesgericht (Sievekingplatz 2) von dieser Pflicht befreien. Der Antrag läuft ausschließlich über das Standesamt: Es bereitet ihn vor, berät zu den Unterlagen und leitet ihn an das Gericht weiter. Auch Nachfragen zum Stand richten Sie an das Standesamt, nicht an das Gericht.
- Kosten: Für die Befreiung sieht das Bundesrecht eine Rahmengebühr von 15 € bis 305 € vor. Die Anmeldegebühr beim Standesamt fällt bei Auslandsbezug ebenfalls höher aus.
- Sprache: Spricht einer von Ihnen nicht ausreichend Deutsch, klären Sie vorab, ob bei Anmeldung und Trauung eine Dolmetscherin oder ein Dolmetscher dabei sein muss. Dolmetscher können mitgebracht werden und müssen sich ausweisen.
Ablauf am Hochzeitstag
Die Trauung selbst dauert laut Stadt Hamburg etwa 20 bis 30 Minuten. In Eimsbüttel etwa sind 20 Minuten für die Trauung vorgesehen, dazu rund 20 Minuten für Formalitäten vorab und bis zu 15 Minuten im Trauzimmer danach.
- Mitbringen: die Bestätigung über die Anmeldung der Eheschließung sowie gültigen Personalausweis oder Reisepass.
- Trauzeugen: Seit 1998 sind Trauzeugen bundesweit nicht mehr vorgeschrieben. Wenn Sie welche möchten, können Sie sie laut Stadt Hamburg auch noch bei der Trauung benennen.
- Gästezahl: Die Trauzimmer sind klein, und alle Anwesenden zählen mit – auch Babys, Kinder, Fotografen und Dolmetscher. Fragen Sie die Kapazität vorher ab.
- Fotos und Video: Fotografieren ist in der Regel erlaubt; Filmen oder Streamen stimmen Sie vorher mit dem Standesamt ab.
- Was nicht erlaubt ist: Hochzeitstauben, Reis sowie Konfetti aus Kunststoff- oder Metallfolie und Konfettibomben oder -shooter. Weisen Sie auch Ihre Gäste darauf hin.
- Deko und Musik: Blumenschmuck dürfen Sie meist mitbringen, müssen ihn aber direkt wieder mitnehmen. Musik spielen Sie über eigene Geräte ab. Haustiere sind nicht erlaubt; Assistenzhunde nach Absprache.
Nach der Trauung: Urkunden & Namensführung
Eheurkunden brauchen Sie für Arbeitgeber, Krankenkasse, Bank und Versicherungen. Bestellen Sie gleich mehrere – die zweite und jede weitere gleichartige Urkunde im selben Vorgang kostet nur 8,50 €. Für Behörden im Ausland gibt es eine internationale (mehrsprachige) Eheurkunde. Wurde Ihre Ehe ab 2009 in einem Hamburger Standesamt beurkundet, stellt jedes Hamburger Standesamt weitere Urkunden aus; online geht das über die „Urkundenanforderung“ im Serviceportal Hamburg.
Namensführung: Seit dem 1. Mai 2025 gilt ein neues Namensrecht. Sie haben diese Möglichkeiten:
- Sie behalten beide Ihre bisherigen Namen.
- Sie bestimmen einen Ihrer Namen zum gemeinsamen Ehenamen.
- Sie wählen einen gemeinsamen Doppelnamen aus beiden Familiennamen, mit oder ohne Bindestrich, in frei wählbarer Reihenfolge. Mehr als zwei Namensteile sind nicht erlaubt.
- Eine Person stellt ihren bisherigen Namen dem gemeinsamen Ehenamen als Begleitnamen voran oder hängt ihn an.
Die Erklärung zum Ehenamen geben Sie in der Regel bei der Anmeldung oder Trauung ab. Überlegen Sie das in Ruhe vorab – ein Ehename lässt sich später nur nach den gesetzlichen Vorschriften wieder ändern. Bei neuem Namen beantragen Sie anschließend neue Ausweisdokumente.
Praktische Tipps für Ihre Hochzeit in Hamburg
- Beim richtigen Bezirk anfangen: Klären Sie über das Terminportal, welches Standesamt für Ihre Adresse zuständig ist. Heiraten können Sie danach auch in einem anderen Bezirk – rechnen Sie dann mit zusätzlichen Gebühren.
- Unterlagen früh bestellen: Geburtsurkunden aus anderen Städten und Dokumente aus dem Ausland dauern oft länger als gedacht. Achten Sie auf die Sechs-Monats-Grenze.
- Neue Termine im Blick behalten: Für Rathaus, Bergedorfer Schloss und die Wandsbeker Außentrauorte entscheidet oft der Tag, an dem neue Termine freigeschaltet werden.
- Freitag einplanen: Da die meisten Hamburger Standesämter freitags trauen, passt ein Freitag gut für eine standesamtliche Trauung mit anschließendem Essen – und die Feier kann am Samstag folgen.
- Fotograf mitzählen: Weil die Räume klein sind, kostet eine Fotografin oder ein Fotograf im Trauzimmer einen Gästeplatz. Terrasse oder Rathausvorplatz eignen sich für Gruppenfotos danach.
- Location abstimmen: Wenn Sie nach der Trauung feiern, wählen Sie eine Location, die gut vom Standesamt erreichbar ist – oder heiraten Sie gleich an einem Außentrauort, der Platz für den Empfang bietet.
Häufig gestellte Fragen
Welches Standesamt in Hamburg ist für mich zuständig?
Für die Anmeldung zur Eheschließung ist das Standesamt des Bezirks zuständig, in dem einer von Ihnen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet ist. Hamburg hat sieben Standesämter: Hamburg-Mitte, Altona, Eimsbüttel, Hamburg-Nord, Wandsbek, Bergedorf und Harburg. Im Terminportal standesamtstermine.hamburg.de geben Sie Ihre Adresse ein und werden automatisch zum zuständigen Standesamt geleitet. Heiraten können Sie nach der Anmeldung in jedem deutschen Standesamt.
Was kostet die standesamtliche Trauung in Hamburg?
Die Anmeldung zur Eheschließung kostet mindestens 74,50 €; bei Auslandsbezug mehr. Die Trauung ist gebührenfrei, wenn Sie in dem Standesamt heiraten, in dem Sie sich angemeldet haben. Eine Eheurkunde kostet 19,50 €, jede weitere gleichartige im selben Vorgang 8,50 €. Extra kosten Samstagstrauungen, Trauungen in einem anderen Standesamt und besondere Orte – zum Beispiel 430 € für die Wandsbeker Außentrauorte, 300 € für eine Außer-Haus-Trauung in Hamburg-Nord oder 300 € plus 200 € Raumnutzung im Rathaus.
Kann ich beim Standesamt Hamburg online einen Termin buchen?
Ja. Über standesamtstermine.hamburg.de reservieren Sie Trautermine und – je nach Standesamt – auch Termine zur Anmeldung der Eheschließung. Die Reservierung eines Trautermins ist zunächst unverbindlich; verbindlich wird sie erst nach erfolgreicher Anmeldung. Das Standesamt Hamburg-Nord vergibt Trautermine zum Beispiel auf den Tag genau ein Jahr im Voraus.
Welche Unterlagen brauche ich für die Anmeldung zur Eheschließung in Hamburg?
Für ledige deutsche Verlobte: gültiger Personalausweis oder Reisepass, Aufenthalts- und Ledigkeitsbescheinigung (erweiterte Meldebescheinigung, nicht älter als sechs Monate) und Geburtsurkunde bzw. beglaubigter Auszug aus dem Geburtenregister (nicht älter als sechs Monate). Wohnen Sie in Hamburg und besteht keine Auskunftssperre, stellt das Standesamt die Aufenthalts- und Ledigkeitsbescheinigung bei der Anmeldung selbst aus. Geschiedene, Verwitwete, Paare mit gemeinsamen Kindern und Verlobte mit Auslandsbezug brauchen zusätzliche Nachweise.
Kann man im Hamburger Rathaus heiraten?
Ja. An einem Freitag pro Monat traut das Standesamt Hamburg-Mitte bis zu vier Paare im Phönixsaal des Rathauses. Die Termine sind sehr begehrt und schnell vergeben. Zusätzlich zu den regulären Gebühren fallen 300 € Service-Zuschlag des Standesamts und 200 € für die Nutzung der Räume an. Ansprechpartner ist das Standesamt Hamburg-Mitte.
Kann ich in Hamburg heiraten, wenn ich nicht in Hamburg wohne?
Ja. Sie melden die Eheschließung beim Standesamt Ihres Wohnorts an und lassen sich dort eine Bescheinigung über die Anmeldung ausstellen. Mit dieser Bescheinigung können Sie innerhalb von sechs Monaten in einem Hamburger Standesamt heiraten; dafür fallen Gebühren an. Wohnt keiner von Ihnen in Deutschland, melden Sie die Ehe direkt bei dem Standesamt an, bei dem Sie heiraten möchten.
Brauche ich in Hamburg Trauzeugen?
Nein. Trauzeugen sind seit 1998 bundesweit nicht mehr vorgeschrieben. Wenn Sie Trauzeugen möchten, können Sie sie laut Stadt Hamburg auch noch bei der Trauung benennen. Denken Sie daran, dass alle Anwesenden bei der zulässigen Personenzahl im Trauzimmer mitzählen.
